Helge Limburg: Erfolgsprojekt jetzt auch im Landgerichtsbezirk Verden Alternativen zur Haft

Heute (5. September 2017) startet das Projekt "Geldverwaltung statt Vollstreckung von Ersatzfreiheitsstrafe" im Landgerichtsbezirk Verden. Damit steht jetzt auch in Verden und den zugehörigen Amtsgerichten Diepholz, Sulingen und Syke das Angebot zur Verfügung. Für die Ausweitung des Projekts auf den Landgerichtsbezirk Verden sind für die Jahre 2017 und 2018 zusätzliche Mittel durch den Landtag bereit gestellt worden. 

Das Strafgesetz sieht im Wesentlichen Freiheitsstrafen und Geldstrafen als Sanktionen für begangene Delikte vor. „Wer zu einer Geldstrafe verurteilt worden ist und diese nicht bezahlt oder bezahlen kann, muss nach derzeitiger Regelung ersatzweise in Haft“, erklärt Helge Limburg, der justizpolitische Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Niedersächsischen Landtag. „Mit diesem Projekt wird nun sichergestellt, dass eine vernünftige Verwaltung der eigenen Finanzen erfolgt und eine Ersatzfreiheitsstrafe vermieden werden kann.“ 

Die Projekt-Anlaufstellen für Straffällige bieten zu einer Geldstrafe verurteilten Personen die Betreuung ihrer Geldverwaltung an. „Das Projekt hilft dabei, diesen schweren Einschnitt in die persönlichen Lebensverhältnisse, der nicht zuletzt mit hohen Kosten für die Allgemeinheit verbunden ist, zu vermeiden“, freut sich Helge Limburg. Letztlich würden alle von dem Projekt profitieren: „Die Teilnehmer entgehen einem Freiheitsentzug, der Staat spart Haftkosten und nimmt die Geldstrafe tatsächlich ein und die Resozialisierung der Betroffenen wird erheblich erleichtert. Schließlich wird durch die Unterstützung beim Regeln ihrer Finanzen auch eine erneute Straffälligkeit vorgebeugt.“

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