Qualität des Unterrichtes muss sichergestellt werden Limburg (GRÜNE): Kritik der CDU an Lehrerabordnungen ist scheinheilig –

Als scheinheilig hat der Landtagsabgeordnete der GRÜNEN, Helge Limburg, die Kritik von Seiten der CDU an den Lehrerabordnungen bezeichnet. „Die CDU ist mitverantwortlich für den derzeitigen Mangel an ausgebildeten Lehrkräften“, so Limburg, „denn sie hat in ihrer Regierungszeit die Ausbildungskapazitäten heruntergefahren und die Grundschullehrerausbildung in Hannover und Göttingen geschlossen.“

Auch in der derzeitigen Mangelsituation müsse die Landesregierung für eine ausgeglichene Unterrichtsversorgung sorgen, so Limburg. Grundschulen seien besonders auf eine 100%-ige Versorgung angewiesen, da sie sonst nicht die verlässliche Betreuung ihrer Kinder bis 13 Uhr gewährleisten könnten.

„Lehrerabordnungen sind immer das letzte Mittel, wenn auf andere Weise eine ausgeglichene Versorgung nicht hergestellt werden kann“, so Limburg. Abordnungen habe es immer gegeben, auch unter der Vorgängerregierung, und sie würden auch in Zukunft leider nicht völlig zu vermeiden sein.

„Ich habe großes Verständnis für die Beschwerden und Sorgen betroffener Eltern und Lehrerinnen und Lehrer, sowohl an den Gymnasien als auch an den Grundschulen. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Schulen gegeneinander ausgespielt werden. Die gegenwärtige Situation mit einem bundesweiten Lehrermangel ist ein große Herausforderung für alle im Schulbereich Tätigen.“ so Limburg weiter.

„Klar ist aber auch: Das Verfahren für Abordnungen muss laufend verbessert werden, um es für Schulen und Lehrer handhabbarer zu machen. Wenn es in Einzelfällen zu sehr kurzfristigen Abordnungen gekommen ist, so muss das von der Landesschulbehörde überprüft werden. Und ich halte es für notwendig, für Gymnasiallehrkräfte, die an Grundschulen abgeordnet werden, begleitende Qualifizierungsangebote zu entwickeln, denn sie haben in der Grundschule ganz andere pädagogische Aufgaben als am Gymnasium. Auch beim derzeitigen Lehrermangel muss die Qualität des Unterrichts an den Grundschulen gesichert werden “, erklärte Limburg.

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