Stellungnahme zur Neuregelung der Grunderlasse "Die Arbeit in der Hauptschule" und "Die Arbeit in der Realschule" durch das Kultusministerium

20.01.2010: Helge Limburgs Stellungnahme zum Erlass des Kultusministeriums


Der Erlass des Kultusministeriums zur Neuregelung der Arbeit in Haupt- und Realschule ist nur auf den ersten Blick eine Neuregelung.
Es ist dabei durchaus nachvollziehbar, wenn Real- und Hauptschulen die Möglichkeit zur Kooperation nutzen wollen, um sinkenden Schülerzahlen zu begegnen.
Ein Schritt in Richtung Gesamtschulen ist dieser Erlass nicht. Denn erstens müssen die Kernfächer (Deutsch, Mathematik und die 1. Fremdsprache) weiterhin getrennt unterrichtet werden. Zweitens bleibt auch der Unterricht schulformbezogen. Und drittens werden Kooperationen zwischen Gymnasien und anderen Schulformen in keiner Weise ermöglicht.

Es ist zu befürchten, dass die Herausnahme der Kernfächer aus der Kooperation zu hohen organisatorischen Schwierigkeiten bei den beteiligten Schulen führt. Mit diesem Erlass wird eine Chance verpasst - und führt im Landkreis Nienburg dazu, dass hier auch weiterhin keine echte Gesamtschule entstehen wird. Mittelfristig sprechen sowohl pädagogische Argumente als auch die sinkenden Schülerzahlen gerade im ländlichen Raum für echte Gesamtschulen, um ein angemessenes Schulangebot auch in der Fläche sicherzustellen.

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