Kleine Anfrage Welche Maßnahmen hat die Landesregierung ergriffen, um eine weitere Verbreitung des Herpesvirus 1 bei Pferden zu unterbinden?

Anfrage des Abgeordneten Helge Limburg (GRÜNE) an die Landesregierung

Seit einer Turnierserie in Valencia im Februar 2021 verbreitet sich europaweit das Herpesvirus 1 (EHV-1) bei Pferden und verursachte bislang den Tod von 17 Tieren. Von den acht deutschen Pferden, die unmittelbar der Virusinfektion erlagen oder eingeschläfert werden mussten, kommen zwei Pferde aus Niedersachsen. Der Weltverband FEI geht derzeit von Fällen in drei weiteren europäischen Ländern aus. Bei der Virusinfektion handelt es sich um keine i. S. d. § 4 IV TierGesG anzeigepflichtige Tierseuche.

1. Seit wann hat die Landesregierung Kenntnis von der europaweiten Verbreitung des Herpesvirus 1 bei Pferden?

2. Hat die Landesregierung trotz der fehlenden Anzeigepflicht eine genauere Kenntnis zur Anzahl infizierter Tiere in Niedersachsen?

3. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung seit der Kenntnisnahme ergriffen, um eine weitere Verbreitung des Herpesvirus zu unterbinden, und welche weiteren Maßnahmen erwägt sie zu ergreifen?

4. Wie erwägt die Landesregierung mit bereits infizierten Tieren zu verfahren?

5. Welche Hilfen stellt die Landesregierung betroffenen Reiterinnen und Reiter und Pferdebesitzerinnen und -besitzern aus Niedersachsen zur Verfügung?

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