Grüne diskutieren über Milchquote Abgeordnete besuchen Frischli

Die grüne Bundestagsabgeordnete Katja Keul, der Landtagsabgeordnete Helge Limburg sowie das Mitglied des Nienburger Stadtrates Karim Iraki besuchten kürzlich die Frischli-Milchwerke in Rehburg zu einem Informationsgespräch. Nach einer Werksbesichtigung mit Geschäftsführer Holtorf stellte dieser ausführlich Geschichte und Gegenwart der Frischliwerke vor. „Frischli gehört zu den größten Ausbildungsbetrieben in der Region. Eine Übernahme der Auszubildenden ist der Regelfall bei uns“, erläuterte Holtorf. Frischli verfügt als eine von wenigen  Molkereien noch über eine eigene Lkw-Flotte und bietet so auch Ausbildungen zum Berufskraftfahrer an.
Anschließend entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die gegenwärtige Situation am Milchmarkt und die Lage der Milchbauern. Karim Iraki erkundigte sich u.a. über die Produktionsmöglichkeiten von Biomilchprodukten. Frischli füllt im Lohn Bioprodukte ab , erläuterte Holtorf. Dies ist aber kein Verkaufsschwerpunkt. Frischli setzt darauf, gemeinsam mit den Landwirten die Nachhaltigkeit der Milchproduktion zu erhöhen. Hierzu finden seit 2 Jahren Statuserhebungen auch auf den landwirtschaftlichen Betrieben zusammen mit dem Thüneninstitut statt. Schwerpunkt der Diskussion war die gegenwärtige Situation der Milchbauern. „Aldi und Lidl dürften deutlich besser in der Lage sein Schwankungen am Weltmarkt abzufedern, als der einzelne Landwirt, der weder die Anzahl seiner Kühe, noch die seiner Milchmenge tagesaktuell anpassen kann!“, ergänzte Keul. „Eine großflächige Schließung von Milchbetrieben in der Landwirtschaft kann von der Politik nicht einfach so hingenommen werden“, machte Limburg deutlich. Es müsse Hilfen durch die Politik geben um zum Beispiel die Folgen des Russlandembargos abzufedern. Limburg verdeutlichte, dass dieses auch im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher sei, da ansonsten langfristig die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet sein könnte. Letztlich müssten auch Kundinnen und Kunden bereit seid, angemessene Ladenpreise für Lebensmitteln wie zum Beispiel Milch zu zahlen.

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