Grüne fordern gründliche Aufklärung über Deponie Steimbke Landesbergamt sieht nur „leichte Belastung des Grundwassers“

Am heutigen Montag (08.12.14) hat die Landesregierung dem Umweltausschuss des Landtages über mögliche Umweltgefährdungen durch Öl- und Bohrschlamm-Deponien, insbesondere durch die Deponie Steimbke berichtet. Nach der Unterrichtung im Umweltausschuss über die belastete Deponie wurde eine Task Force eingerichtet, um 39 bekannte offizielle Bohr- und Ölschlammgruben zu untersuchen. Das Landesbergamt (LBEG) geht im Fall Steimbke von einer nur "leichten Belastung des Grundwassers" aus. Exxon hat als Rechtsnachfolger des ursprünglichen Deponiebetreibers BEB Erdgas und Erdöl GmbH zugesichert, sich im Zuge der Aufklärung seinen Pflichten zu stellen. Der grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg erklärte dazu: „Die Landesregierung strebt mit der Entnahme von Bodenproben und entsprechenden Messungen in dem belasteten Gebiet eine vollständige Erfassung der Altlasten-Verdachtsfälle an. Die Bevölkerung wie auch die Kommunen sollen in der Angelegenheit kontinuierlich informiert werden. Auch strafrechtliche Konsequenzen müssen geprüft werden, da die Entsorgung auf der Deponie Steimbke in jedem Fall illegal verlief.“ Sein Fraktionskollege, der umweltpolitische Sprecher Volker Bajus ergänzte: „Zunächst müssen mögliche akute Gefährdungen ausgeschlossen werden. Es muss aber auch geklärt werden, warum nicht früher seitens der Behörden Maßnahmen ergriffen worden sind. So lagen der Gemeinde bereits seit Ende der 80iger Jahre Hinweise auf ölhaltige Abfälle vor, die diese auch an die Aufsichtsbehörde weitergegeben hat.“  

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