Reduzierung der Salzeinleitung Limburg: Gutes Signal für die Weser in Niedersachsen

Die Umweltminister der Weser-Anrainerländer haben heute eine Einigung über die Reduzierung der Salzeinleitung in die Weser erzielt. Seit vielen Jahren belasten salzhaltige Abwässer des Düngemittelherstellers K+S aus der hessisch-thüringischen Kaliproduktion den Fluss.

„Nach dem jahrelangen Stillstand in der Frage ist nun der Knoten offensichtlich gelöst. Zur salzfreien Weser mag es noch ein langer Weg sein – die Einigung auf gemeinsame Zielwerte ist jedoch ein gutes Signal für die Wasserqualität und ein wichtiger Schritt in Richtung eines naturnahen Flusses“, begrüßt Helge Limburg, regionaler Abgeordneter aus Nienburg, die Vereinbarung.

Die Kaliabwässer von K+S in Werra und Weser belasten die Wasserqualität der Flusssysteme und schädigen die Ökologie der Gewässer nachhaltig. Als Unterlieger drängt Niedersachsen daher seit vielen Jahren darauf, dass die Einleitungen reduziert werden. „Die heutige Einigung liegt ganz auf der Linie des niedersächsischen Landtages, der zuletzt Hessen aufgefordert hatte, Maßnahmen zu ergreifen, damit K+S die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis spätestens 2027 erreicht. Genau das wurde nun mit der Vereinbarung erzielt“, freut sich Limburg.

Gleichzeitig räumt Limburg ein: „Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Reduktion der Salzeinleitung schneller und umfangreicher geschieht. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der beteiligten Bundesländer liegt nun allerdings erstmals ein belastbarer Kompromiss vor – dem aber auch entsprechende Taten folgen müssen.“

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