Leukämiefälle in Rodewald Limburg: Möglichen Zusammenhang von Krebsfällen mit Ölförderung klären

In Rodewald (Samtgemeinde Steimbke) gibt es nach Recherchen des Norddeutschen Rundfunks eine erhöhte Anzahl von Leukämieerkrankungen bei Menschen unter 40 Jahren. Die Betroffenen leben im Umfeld eines ehemaligen Betriebsplatzes der Erdölförderung, der stark mit Benzol belastet ist und derzeit saniert wird.

Der grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg fordert eine rasche Untersuchung: "Es muss schnellstmöglich geklärt werden, wie es um die Krebserkrankungen in der Region steht. Die Gesundheitsbehörden in Kreis und Land sind gefordert, die Krebshäufigkeit umgehend zu untersuchen und auch im Umfeld weiterer Förderplätze tätig zu werden."

Limburg weiter: "Benzol ist bekanntermaßen stark krebserregend und kann Auslöser für Leukämie sein. Angesichts der Nähe zu bekannten Altlasten und hoher Benzolemissionen aus der örtlichen Ölförderung drängt sich hier ein Zusammenhang auf. Wir erwarten, dass Exxon die Aufklärung unterstützt und Verantwortung übernimmt, auch für mögliche Gesundheitsschäden in Folge der Altlasten.“

In den vergangenen beiden Jahren wurden bereits erhöhte Krebsraten bei Männern in der Samtgemeinde Bothel und im Stadtgebiet Rotenburg (Beides Landkreis Rotenburg) festgestellt – beide Gemeinden liegen in einem Erdgasfördergebiet. Derzeit versuchen die zuständigen Gesundheitsbehörden zu klären, was die Ursache für die auffällige Häufung von Krebserkrankungen im Landkreis Rotenburg ist.

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