„Bewährte Unterstützungsstrukturen erhalten“

Die zum Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen (VNB) gehörende Koordinierungsstelle wird gegenwärtig maßgeblich aus EU-Fördermitteln sowie dem Träger und der WIN GmbH unterstützt. Die Fortsetzung der Arbeit aller Koordinierungsstellen in ganz Niedersachsen ist nach Ablauf der gegenwärtigen Förderperiode offen. Bauer betonte die Bedeutung ihrer Beratungsarbeit für Frauen aller Altersgruppen. „Insbesondere beim Wiedereinstieg nach einer Familienauszeit oder auch dem Sprung in die Selbstständigkeit bieten wir Frauen aller Altersgruppen wichtige Unterstützung“, so Bauer. Auch die Entwicklung und Koordinierung von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen hat einen hohen Stellenwert. Ebenso können sich Unternehmen beraten lassen, wie sie z.B. Arbeitsstrukturen familienfreundlich gestalten, umso insbesondere ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Familienzeit) auch einen schnellen Wiedereinstieg nach einer Familienpause zu ermöglichen. Limburg würdigte die engagierte Arbeit der Koordinierungsstelle. „Vom Ziel einer echten Gleichstellung von Frauen und Männern sind wir auch in der Wirtschafts- und Arbeitswelt noch meilenweit entfernt. Umso wichtiger ist es, dass es Beratungs- und Unterstützungsangebote wie dieses gibt“ erklärte Limburg. Er versprach, sich für eine Fortsetzung der EU-Fördermittel einzusetzen. Daneben seien aber auch die örtlichen Träger weiterhin in der Pflicht.

Außerdem diskutierten Bauer und Limburg die Zukunft der so genannten 400-Euro-Jobs. Anlass war eine aktuelle Bertelsmannstudie, die zu dem Schluss kommt, dass die Konstruktion der Minijobs maßgeblich zum Lohngefälle von Männern und Frauen beitrage und daher deren Abschaffung nahelegt. „Die 400-Euro-Jobs müssen weg und dafür normale sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen werden“, betonte Bauer. Die Frauen steigerten sonst, ohne eigene Rentenansprüche, das Risiko, in Altersarmut zu landen. Auch Limburg sah hier massiven Handlungsbedarf der Bundespolitik.

Zurück zum Pressearchiv