Fracking zum Schutz der Bevölkerung aussetzen Fracking: 30jähriges Moratorium nötig

Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Landtag, hatte sich dabei klar für einen Stopp der gefahrträchtigen Erdgasbohrungen ausgesprochen, berichtete der Nienburger Abgeordnete von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Helge Limburg, seinem Kreisverband. Nötig sei grundsätzlich ein 30-jähriges Moratorium, damit zukünftig auf der Basis belastbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Risiken und Chancen dieser Erdgasfördermethode abgewogen werden könnten, so die Position der Landtagsfraktion. 

Limburg bezeichnete in diesem Zusammenhang Pressemeldungen, nach denen das Fracking vorläufig gestoppt worden sei, als falsch. „Die Bundesregierung hat lediglich beschlossen, vorläufig keine weiteren politischen Schritte zu unternehmen. Das bedeutet aber, dass das Fracking solange weitergeht.“ Dieses habe auch Landeswirtschaftsminister Bode (FDP) in der Landtagssitzung ausdrücklich so bestätigt. 

Mit Blick auf das Fracking in der Region erklärte Limburg, dass beschwichtigende Erklärungen seitens Exxon hier nicht ausreichend seien: „Bohrmaßnahmen des Unternehmens im Kreis Nienburg und auch in angrenzenden Landkreisen müssen sofort gestoppt werden!“ Diese Forderung wurde auch von der Kreismitgliedversammlung der Nienburger GRÜNEN beschlossen. Auf Antrag des Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Manfred Sanftleben, stellte sich die Versammlung einstimmig hinter entsprechende Forderungen der Bürgerinitiative Leese, die Gegenstand einer Petition an den Landtag und eines Resolutionsentwurfes für den Kreistag sind. Sanftleben erklärte dazu: „Die Gefahren für die Trinkwasserqualität in Leese und im gesamten Landkreis Nienburg sind kaum abzusehen. Wir werden die Resolution im Kreistag unterstützen und hoffen auf eine breite Zustimmung im Interesse der Bevölkerung.“

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