Fracking im Landkreis Nienburg: Konsequentes „Stopp“ statt Lavieren und Abwarten – NRW macht es vor

„Es ist gefährliche Augenwischerei, wenn verantwortliche CDU-Politiker aus Land und Bund im Duett mit dem beteiligten Exxon-Konzern ein Hohelied auf ein neues, vermeintlich sanfteres Fracking anstimmen, wenn von „Augenmaß“ gesprochen wird, während vor Ort unbeirrt weiter im Trinkwasserschutzgebiet Fracking-Vorhaben vorangetrieben werden“, so Limburg. Dies sei an keiner der identifizierten Bohrstellen im Landkreis Nienburg zu verantworten. In Nordrhein-Westfalen habe die Landesregierung hingegen die Notbremse gezogen, und einen sofortigen Genehmigungsstopp verhängt – dies fordert Limburg auch von der schwarz-gelben Regierung in Hannover: „Minister Bode muss seine interessengeleitete Genehmigungspraxis umgehend beenden.“ Hintergrund in Nordrhein-Westfalen war ein von der Landesregierung in Auftrag gegebenes eigenes Gutachten, welches die Unwägbarkeiten hinsichtlich des Einsatzes von Chemikalien und bezüglich der Bohrungen in geschützten Trinkwassergebieten bestätigte.

„Der Genehmigungsstopp in NRW ist absolut sachgerecht und konsequent. Die Bevölkerung und die Umwelt dürfen in dieser Situation nicht einfach weiter den zu befürchtenden Gefahren und Folgen ausgesetzt werden“, so Limburg weiter. Generell unterstrich er noch einmal, dass die GRÜNE Landtagsfraktion durch den Vorschlag des Umweltbundesamtes, das hier anzuwendende Bergrecht ins Umweltrecht zu überführen, und die Forderung, bereits bei Probebohrungen Umweltverträglichkeitsprüfungen mit der vorgesehenen Öffentlichkeits- bzw. BürgerInnenbeteiligung vorzunehmen, sich und ihre Forderungen bestätigt sehe. „Schließlich wird bereits an dieser Stelle gravierend in die Umwelt eingegriffen“ meinte Limburg abschließend.

Zurück zum Pressearchiv