Grüne diskutieren über Schulpolitik

Zu einem Gespräch über aktuelle Herausforderungen in der Schulpolitik kamen am heutigen Dienstag (06.09.2016) der schulpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Heiner Scholing, der Landtagsabgeordnete Helge Limburg und der Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion Nienburg, Manfred Sanftleben, zusammen.

„Die Herausforderungen für alle Schulen sind gegenwärtig groß. Aber Rot-Grün hat viel auf den Weg gebracht für die Weiterentwicklung der Schulen. Die Ausstattung für Ganztagsschulen wurde deutlich verbessert und für die Weiterentwicklung der Inklusion wurden zusätzliche Stellen geschaffen. Es wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Flüchtlingskinder gut zu fördern,“ erklärte Scholing.  Bezugnehmend auf die Pressemitteilung in der Harke vom 02.09.2016 über die FDP-Kritik an der Inklusion, erklärte Manfred Sanftleben: „Wir sind auf dem richtigen Weg – da sprechen die aktuellen Zahlen eine deutliche Sprache. Allein im Landkreis Nienburg haben sich im Schuljahr 2015/2016 insgesamt 267 Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf für eine allgemeinbildende Schule entschieden. Es freut mich, dass wir eine so deutliche Steigerung der Inklusionsquote verzeichnen können.“ Dennoch, fügte Sanftleben hinzu, habe sich auch die Kooperation aus SPD, Grünen und WG im Kreistag dafür eingesetzt, im Sinne der Förderschulen aus Hoya und Rehburg den Kreistagsbeschluss aus 2014 zur Einrichtung eines gemeinsamen Förderzentrums Lernen in Nienburg auszusetzen und die weitere Entwicklung der nächsten Jahre zu prüfen. Limburg erinnerte daran, dass einst CDU und FDP im Landtag die Inklusion in der derzeitigen Form beschlossen hatten, die Förderschule Lernen im Primarbereich auslaufen zulassen und das unnötig Ressourcen verbrauchende Parallelangebot zu den inklusiven Schulen aufzugeben. Rot-Grün stehe nun vor der Herausforderung, diesen Weg mit ausreichend Personal und finanziellen Mitteln untermauern zu müssen. Heiner Scholing wies auf die Stärkung der sozialen Arbeit an Schulen durch die unbefristeten Stellen für schulische Sozialarbeit im Landesdienst hin: „Die Niedersächsische Landesschulbehörde hat aktuell an rund 500 allgemein bildenden öffentlichen Schulen Stellen für schulische Sozialarbeit ausgeschrieben. Damit werden erstmals seit vielen Jahren wieder dauerhafte Arbeitsmöglichkeiten für sozialpädagogische Fachkräfte an niedersächsischen Schulen durch das Land geschaffen.“ „Mit den nun ausgeschriebenen Stellen an fast 500 Standorten werden nahezu flächendeckend öffentliche Hauptschulen, Oberschulen, Kooperative und Integrierte Gesamtschulen sowie teilweise Realschulen mit sozialpädagogischen Fachkräften ausgestattet“, so Scholing weiter.“ Im Landkeis Nienburg sind es 7,25 zusätzliche Stellen“, ergänzte Limburg.

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