Pressemeldung Nr. 250 vom

Verankerung in der Juristenausbildung gefordert GRÜNE: Täter-Opfer-Ausgleich in Niedersachsen weiter ausbauen

Die Landtagsgrünen haben gefordert, den Täter-Opfer-Ausgleich in Niedersachsen stärker zu fördern und auszubauen. Dies müsse bei den anstehenden Haushaltsberatungen berücksichtigt werden. "Der Täter muss sich mit seiner Straftat auseinandersetzen und Empathie für das Opfer aufbringen. Das wird durch dieses Verfahren gefördert und verschafft dem Opfer in der Regel eine höhere Genugtuung als ein Strafprozess", sagte der rechtspolitische Sprecher Helge Limburg am Freitag in Hannover. Auch der Rechtsfriede könne damit dauerhaft hergestellt werden.

Der Grünen-Politiker wies darauf hin, dass der Täter-Opfer-Ausgleich vor allem durch freie Träger sehr effizient und kostengünstig sei, weil auch die Rückfallgefahr spürbar gesenkt werde.

Limburg forderte die Einbeziehung eines Täter-Opfer-Ausgleichs ins Strafverfahren verbindlich zu regeln. "Es kann nicht sein, dass die Frage, ob es zum Täter-Opfer-Ausgleich kommt, von den persönlichen Interessen und Kenntnissen des jeweiligen Staatsanwalts abhängt." Der Täter-Opfer-Ausgleich und die Anwendungsmöglichkeiten müssten zudem fester Bestandteil der Juristenausbildung werden, forderte der Rechtsexperte der Grünen.

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