Landtag beendet 10 Jahre lange Diskriminierung der Gesamtschulen

Mit einer Änderung des Schulgesetzes hat der Landtag mit den Stimmen der rot-grünen Koalition nach leidenschaftlich geführter Debatte eine 10 Jahre dauernde Diskriminierung der Gesamtschulen beendet. Das erklärte Helge Limburg, Grüner Landtagsabgeordneter aus Nienburg.

Der Landtag habe mit der Schulgesetznovelle die Einführung des Turbo-Abiturs an den Gesamtschulen gestoppt. „Damit wird den Schülerinnen und Schülern unverantwortlicher Stress erspart, und die Gesamtschulen können bewährte pädagogische Konzepte erhalten und weiterentwickeln, die durch die verkürzte Schulzeit gefährdet waren“, so Limburg.

Ab sofort sei es wieder möglich, Gesamtschulen dem Elternwunsch entsprechend auch mit vier Zügen (Parallelklassen) zu gründen, in Ausnahmen sogar mit nur drei Zügen. „Dadurch ist es auch in dünner besiedelten Regionen möglich, Gesamtschulen zu schaffen“, erklärte Limburg. Und die Schulträger können vorhandene Schulgebäude auch dann für die Neugründung von Gesamtschulen nutzen, wenn sie für mehr als vier Züge nicht ausreichen.

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