Grüne begrüßen Verzicht auf Torfabbau im Hanlaxmoor – Kritik am Grünlandumbruch im Lichtenmoor Licht und Schatten im Landesraumordnungsprogramm

Statt 3300 ha sollen jetzt noch 1000 ha neue Torfabbauflächen vom Land ausgewiesen werden. Im Landkreis Nienburg wurden 80 ha Torffläche im Hanlaxmoor nicht neu ausgewiesen. „Das ist gut fürs Klima und den Naturschutz“, sagte Helge Limburg, Nienburger Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen. In einem Hektar Moor sind über ein Dutzend Tonnen CO2 gebunden. Durch den Torfabbau werden diese natürlichen Kohlenstoffsenken zerstört und es werden enorme Mengen Treibhausgase frei. Für den Naturschutz sind die letzten 5 % erhaltene Moore in Niedersachsen von hoher Bedeutung. „Es war fatal, dass das Land das Hanlaxmoor den Baggern der Torfindustrie ausliefern wollte. Gut, dass der gemeinsame Widerstand von Landkreis und Umweltverbänden dies verhindert hat.“, so Limburg. Scharfe Kritik übte er dagegen an der inzwischen erfolgten Austorfung und dem damit verbundenen Grünlandumbruch im Lichtermoor. 

Grünes Ziel ist es, den Torfabbau in Niedersachsen generell zu beenden und mit einem großflächigen Moorschutzprogramm zum Erhalt der biologischen Vielfalt und der wichtigen Kohlenstoffsenken beizutragen. Dabei sind diese Flächen besonders wichtig, weil sie neben ihrer Bedeutung für Natur und Landschaft auch ein Vorranggebiet für die Trinkwassergewinnung darstellen. Die Grünen im Landtag hatten bereits im letzten Jahr die Streichung der Torfabbauflächen im neuen Landesraumordnungsprogramm gefordert. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und naturschutzpolitische Sprecher Christian Meyer sagte: “Niedersachsens letzte Moore gehören vor dem Bagger geschützt und nicht zerstört. Wenn die Landesregierung ihr Klima- und Energiekonzept ernst nimmt, darf sie keinen neuen Torfabbau in Niedersachsen erlauben und muss stattdessen für die Wiedervernässung und den Schutz der letzten Moorflächen sorgen.”

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