Nienburger Grüne im Gespräch mit Landrat Kohlmeier zu Flüchtlingsthemen Limburg: „Ausbau der Sprachlernklassen ein wichtiger Schritt“

Im Rahmen der „Flüchtlingstour durch Niedersachsen“ der Landtagsfraktion der Grünen kam der Landtagsabgeordnete Helge Limburg kürzlich mit der Verwaltung des Landkreises zusammen.  Begleitet wurde er bei seinem Besuch von den Nienburger Grünen Ulrike Kassube (Kreisvorstandssprecherin) und Karim Iraki (Mitglied im Kreisvorstand und im Nienburger Stadtrat). In einem Gespräch mit Landrat Detlev Kohlmeier zur aktuellen Flüchtlingssituation standen Themen wie die Ankunft, Unterbringung und Versorgung der Menschen sowie das Angebot von Sprachunterricht und Sprachlernklassen im Landkreis im Mittelpunkt. Limburg betont, dass ein schulform- und jahrgangsübergreifender Ausbau des Sprachlernklassenangebots durch das Land Niedersachsen zu begrüßen sei. Auch der Landkreis selbst könne bei Bedarf eigene unterstützende Angebote einrichten. Limburg: „Vor dem Hintergrund der Lebenssituation der Flüchtlingsfamilien vor Ort ist ein Ausbau des Sprachunterrichts ein wichtiger Schritt zur Chancenförderung der Flüchtlingskinder.“ Einig waren sich Limburg und Landrat Kohlmeier darin, dass zum Gelingen einer Willkommenskultur neben den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Landkreises vor allem auch die zahlreichen ehrenamtlich Aktiven in den einzelnen Gemeinden beitragen. „Der Einsatz der vielen Ehrenamtlichen im Landkreis Nienburg ist absolut vorbildlich und beispielhaft. Nur so kann eine offene Gesellschaft und eine wirkliche Willkommenskultur gestaltet werden“, so Limburg. In diesem Zusammenhang hob Karim Iraki auch die Arbeit der Integrationsmentoren hervor. „Dies ist ein einzigartiges Projekt in Niedersachsen und trägt ebenfalls viel zu einem guten ‚Ankommen‘ im Landkreis Nienburg bei“, so Iraki. Landrat Kohlmeier mahnte aber auch eine stärkere finanzielle Unterstützung durch das Land für die Landkreise und Kommunen an. Ebenso forderte er deutliche Anstrengungen des Landes, durch den Ausbau eigener Kapazitäten die Vorbereitung der Zuweisung der Flüchtlinge auf die Landkreise deutlich zu verbessern. Nur so sei vor Ort eine angemessene Versorgung der Menschen möglich, die wirklich Hilfe benötigen. Und schließlich müssten die Entscheidungsverfahren über die Anerkennung als Asylbewerber dringend beschleunigt werden.

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