Erdbeben bei Uchte Limburg: Gasindustrie muss für Folgeschäden haften

Ein Erdbeben der Stärke 2,9 hat am Donnerstag den Landkreis Nienburg erschüttert. In Uchte und Stolzenau war das Beben spürbar. Laut Landesbergamt (LBEG) kann das Beben eine Folge der Erdgasförderung in der Region sein.

Der Grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg verweist auf frühere Beben: „Im Landkreis Nienburg wird Erdgas gefördert, was einen erheblichen Eingriff in den Untergrund darstellt. Es gab bereits 2015 zwei Erdbeben im Landkreis, die jedoch noch etwas schwächer waren.“

Bislang sind keine Schäden durch das Erdbeben bekannt. Limburg weist jedoch drauf hin, dass die Erdgasindustrie für mögliche Folgeschäden der Förderaktivitäten haftet. Erdbeben oder Bodenabsenkungen könnten beispielsweise Risse an Häusern verursachen. Dazu Limburg: „In solchen Fällen haftet das Bergbauunternehmen, es ist jedoch für die Betroffenen oftmals schwierig, die Schadensursache nachzuweisen. Unterstützung bietet hier die ‚Schlichtungsstelle Bergschaden Niedersachsen‘, die 2014 von Rot-Grün eingerichtet wurde und in Rotenburg ansässig ist.“

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