Helge Limburg macht ein zweitägiges Praktikum in der Kindertagesstätte "Löwenzahn" der Nienburger Lebenshilfe um einen Einblick in die dortige Arbeit zu bekommen. Limburg in der KiTa

"Gute Bildung ist der entscheidende Schlüssel zur gesellschaftlichen Teilhabe. Da Bildung nicht erst in der Schule beginnt, wollte ich mir gerne einen authentischen Eindruck von der Arbeit in einer KiTa verschaffen", sagte Limburg. 

Er betonte, dass die frühe Förderung auch bei Menschen mit Behinderungen ein Schlüssel für Teilhabe in der Gesellschaft sei. Statt Ausschusssitzungen und Plenardebatten standen für den Landtagspolitiker (der vor wenigen Monaten selbst zum ersten Mal Vater geworden ist) zwei Tage lang Lieder singen, puzzeln, Spiele spielen, aber auch Schuhe zubinden und beim Jacke-Anziehen helfen auf dem Programm. 

Limburg nahm sowohl an der Arbeit einer heilpädagogischen Gruppe, als auch an einer Integrationsgruppe teil. Er lobte nach den zwei Tagen ausdrücklich das integrative Gesamtkonzept der KiTA und die Arbeit des Betreuungsteams. 

"Kinderbetreuung, aber auch Schulunterricht sollten immer nach dem Motto "Soviel Integration wie möglich" ablaufen. Der Alltag in der KiTA zeigt, dass es in erster Linie um Kinder geht und erst in zweiter Linie um Behinderungen." 

Limburg betonte, dass die nicht-behinderten Kinder in der KiTA völlig ohne Vorbehalte mit ihren behinderten Spielgefährten umgehen. Ein solch unverkrampftes Verhalten sei leider bei Erwachsenen immer noch keine Selbstverständlichkeit. 

Wichtig sei aber, eine angemessene personelle Ausstattung gerade für Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf. Limburg mahnte Mehrausgaben von Bund und Land an. 

"Unsere Kinder sollten uns, gerade in jungen Jahren, viel wert sein. Hier besteht noch erheblicher Ausbaubedarf." Die GRÜNEN setzen sich im Landtag für eine Verbesserung des Betreuungsschlüssels bei der Kleinkindbetreuung ein. Auch die Leiterin der KiTA, Gabriele Friebe-Cordes, zeigte sich zufrieden mit dem Praktikum des Abgeordneten. 

"Er hat sich gut eingefügt. Ich denke, es ist uns gelungen, unser gutes integratives Betreuungskonzept zu verdeutlichen, aber auch auf Probleme der finanziellen Förderung des Landes aufmerksam zu machen." Limburg versprach, die Anregungen und Erfahrungen in seine Landtagsarbeit einzubringen. Die zwei Tage seien aber auch für ihn persönlich eine anstrengende, aber sehr spannende Erfahrung gewesen.

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