Gegen Salz in der Weser Limburg: Keine Pipeline für K+S

Die Grünen in Niedersachsen lehnen den Bau einer Salzpipeline zur Weser strikt ab: „Eine Pipeline würde das Salz-Problem nur verlagern, zu Lasten Niedersachsens“, erklärt der Grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg. „Die Kaliproduktion muss sauberer werden. Die technischen Möglichkeiten dafür gibt es längst.“

Limburg pocht auf verstärkte Anstrengungen von K+S. Die oberirdischen Salzhalden müssten abgedeckt, Produktionsabfälle unterirdisch in den Bergwerksstollen verbracht und die Aufbereitung der Abwässer ausgeweitet werden. „Wenn die salzhaltigen Abwässer nicht ausreichend verringert werden, muss die Kali-Produktion gedrosselt werden. Die niedersächsische Landesregierung darf beim Wasserschutz gegenüber K+S nicht wieder einknicken“, fordert Limburg.

Limburg verweist auf das laufende Genehmigungsverfahren für die von K+S geplante Wiederinbetriebnahme des Bergwerks Siegfried-Giesen im Landkreis Hildesheim, wo Umweltminister Lies die wasserrechtlichen Bedenken des Landkreises per Weisung übergangen hat.

Hintergrund:

Der Salzgehalt in der Weser soll sinken, das wurde bereits 2015 für dem Masterplan Salzreduzierung von der Weser-Konferenz beschlossen. Die EU droht bereits mit einer Klage, sollten die Grenzwerte für den Gewässerschutz weiter verfehlt werden.

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