Limburg: Sprachkompetenzen der Kinder mit Migrationshintergrund in der Schule stärker fördern

Die Grünen setzen sich im Landtag dafür ein, die Mehrsprachigkeit in den Schulen stärker zu fördern. „Jedes vierte Kind in den niedersächsischen Schulen hat einen Migrationshintergrund. Diese Kinder bringen aus ihrer Herkunftsfamilie Sprachkompetenzen mit, die in den Schulen stärker anerkannt und gefördert werden sollten“, erläuterte der Grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg. Der Herkunftssprachliche Unterricht solle deshalb ausgebaut und Sprachen wie Türkisch, Italienisch, Polnisch, Russisch und Arabisch als zweite oder dritte Fremdsprache anerkannt und gefördert werden. Auch in den Zeugnissen und im Abitur sollten Leistungen in diesen Sprachen anerkannt werden. Limburg hebt hervor: „Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht hier nicht darum, Unterricht in fremden Sprachen durchzuführen oder gar das Abitur in anderen Sprachen als Deutsch abzulegen. Uns ist wichtig, dass mehrsprachig aufgewachsene Kinder ihre Potenziale auch in der Schule nutzen können.“

Es gebe schon gute Beispiele für die Förderung der Herkunftssprache, an die angeknüpft werden solle. Nun würden neue Möglichkeiten geschaffen werden, das Thema aus der Nische herauszuholen, in der es sich noch immer befindet. „Sprachkompetenzen wahrnehmen und weiterentwickeln– darum geht es im Kern,“ so Limburg weiter.

„Die Stärkung der Herkunftssprachen steht keineswegs in Konkurrenz zur Förderung der deutschen Sprache“, betonte Limburg. „Im Gegenteil, nur wer seine Herkunftssprache beherrscht, hat das notwendige Fundament, differenzierte Sprachfähigkeiten auch im Deutschen zu erwerben.“

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