Zukunft der Pflege Limburg trifft sich mit VITA-Akademie Nienburg

Zu einem Austausch über Maßnahmen gegen den Pflegenotstand in Niedersachsen traf sich der Grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg mit der Geschäftsführerin der VITA-Akademie, Melanie Philip. Hauptthemen waren insbesondere die Pflegestrukturen im ländlichen Raum, der Fachkräftemangel und die Gesundheits- und Belastungssituation der in der Pflege tätigen. Philip betonte, dass die Digitalisierung als Unterstützung der Pflegerinnen und Pfleger zu einer großen Erleichterung der Pflege werden kann.

„Es geht aktuell nicht darum, Menschen durch Pflegeroboter zu ersetzen, sondern die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit zu unterstützen, in dem Arbeitsprozesse digitalisiert werden", betonte sie. Dafür sei allerdings eine Beschleunigung des Breitbandinternetausbaus zwingende Voraussetzung, vieles funktioniert aber auch schon jetzt. Ein weiteres Thema war die Ausbildung und die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen. "Bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse müssen wir systematischer und zügiger werden", betonte Limburg. "Derzeit bleibt dort zu viel Potential ungenutzt und zu viele Menschen müssen zu lange auf eine Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Erfahrung und Qualifikation warten."

„Den aktuellen Pflegenotstand können wir nur in Zusammenarbeit von Politik und allen in der Pflege Tätigen lösen." erklärte die Geschäftsführerin Melanie Philip. „Die Lösungen liegen nicht nur in der Bekämpfung des Fachkräftemangels, sondern auch in Prozess- und Systemveränderungen." Auch verbessertes Gesundheitsmanagement, professionelle Unternehmensentwicklung und eine bessere Vereinbarkeit von Pflegetätigkeit und Beruf seien notwendig. Philip weist auf den innovativen Kongress #Pflegehorizonte vom 8.bis 9.11.18 im Upstalbsboom Landhotel Friesland in Varel hin.

Unter dem Motto "Pflege innovativ und europäisch denken"  wird der Blick von Referent*innen aus Pflege, Entscheidern und Politik auf richtungsweisende Ideen und Ansätze gelenkt und das erfolgreiche niederländische Model von Jos de Block vorgestellt. Limburg versprach, die Anregungen und Konzepte weiterzutragen und in die Landtagsarbeit einzubringen.

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