„CDU betreibt populistische Stimmungsmache“ Limburg: Vogelschutz ernst nehmen!

Die Befürchtungen der CDU-Landtagsabgeordneten Ahlers und Heineking, eine Einschränkung der Gänsejagd führe im Nienburger Raum zu höheren Schäden in der Landwirtschaft, sind nach Aussage des Grünen-Landtagsabgeordneten Helge Limburg völlig haltlos.

„Es besteht überhaupt nicht die Absicht, die Jagd auf die im Nienburger Raum vor allem vorkommenden Graugänse zu verbieten. Das weiß auch die CDU und deshalb sind die von Herrn Ahlers und Herrn Heineking geäußerten Befürchtungen nichts als populistische Stimmungsmache“, so Limburg.

Es gehe bei der geplanten Änderung der Jagdzeitenverordnung nicht um die in Niedersachsen Mitte der 1970er Jahre von der Jägerschaft als Brutvögel wieder angesiedelten Graugänse. Ziel der Änderung sei es, die Jagd auf nordische Rastvögel und Überwinterungsäste in EU-Vogelschutzgebieten im Küstenraum einzuschränken, erklärte der Grünen Politiker. „Es ist doch paradox, etwa Blessgänse, Saatgänse oder Nonnengänsen sogar in den Gebieten zu bejagen, die extra zum Schutz dieser aus dem hohen Norden zu uns kommenden Vögel als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen wurden. Das war ein Geschenk, mit dem die CDU kurz vor der Landtagswahl 2008 die Stimmen der Jägerschaft ködern wollte und damit wird bald Schluss sein“, sagte Helge Limburg.

Außerdem bezweifelt der Grünen-Politiker grundsätzlich, dass durch eine Bejagung Schäden in der Landwirtschaft reduziert werden können. „Durch die Jagd werden die Tiere insgesamt viel unruhiger, weil sie nicht unterscheiden können, ob sich ihnen gerade ein für sie harmloser Jogger oder Wanderer oder ein Jäger nähert. Durch diese Beunruhigung konzentrieren sich die Gänse dann auf die Gebiete mit geringeren Störungen und dort werden die Schäden dann größer“, so Limburg.

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