Grüne Abgeordnete informieren sich über die Arbeit von BASTA in Stadthagen Limburg: Wir solidarisieren uns mit Fachstellen wie BASTA und fordern eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die Präventionsarbeit

Am 30. September trafen sich die Abgeordneten der Niedersächsischen Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Imke Byl und Helge Limburg, mit Vertreterinnen des Mädchen- und Frauenberatungszentrum BASTA in Stadthagen. Die beiden Abgeordneten informierten sich vor Ort über die Arbeit von BASTA und über aktuelle Herausforderungen der Beratungs- und Präventionsstellen insgesamt.

Dazu Birgit Baron, Mitarbeiterin von BASTA: „Wir freuen uns sehr, dass sich Frau Byl und Herr Limburg mit uns getroffen und ausgetauscht haben. Wir stehen hier im Beratungszentrum unter hohem Druck, ein viel zu großer Teil unserer Zeit fließt in Anträge und andere bürokratische Angelegenheiten. Was wir brauchen, ist eine ausreichende institutionalisierte Förderung und Unterstützung von Seiten der Politik.“ Die Zahl der Anfragen von Betroffenen häuslicher oder sexualisierter Gewalt nehme stetig zu.

Imke Byl, Sprecherin für Frauenpolitik, erklärt: „Durch das Gespräch mit BASTA ist einmal mehr klar geworden, wie wichtig die Arbeit der Beratungszentren ist. BASTA bekommt mehr Anfragen als sie bearbeiten können und sind mit ihren Kapazitäten überlastet. Das müssen wir ändern und sie unterstützen, wo wir können. Konkret bedeutet das eine Verstetigung der Förderung und ausreichend finanzielle Mittel.“ Byl verwies darauf, dass die Landtagsgrünen sich bereits seit längerem für eine bessere finanzielle Ausstattung der Hilfsstrukturen wie Frauenhäuser und Beratungsstellen einsetzen. Außerdem nehme jetzt im Landtag die Enquete-Kommission zur Verbesserung des Kinderschutzes ihre Arbeit auf. Auch hier erhoffen sich die Grünen neue Impulse für eine stärkere Unterstützung der Arbeit der Beratungsstellen.

„Die Landesregierung hat in ihrem Entwurf des Haushalts für 2021 die Förderprogramme im Bereich des Justizministeriums zur Prävention von sexuellem Missbrauch gestrichen. Das ist ein fataler Entschluss und das genaue Gegenteil von dem, was es braucht. Der Rotstift bei Kinderschutz gegen sexuellen Missbrauch ist untragbar. Wir solidarisieren uns mit Fachstellen wie BASTA und fordern eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die Präventionsarbeit.“, so Helge Limburg, Sprecher für Rechts- und Verfassungsfragen. Die beiden Grünen-Politiker*innen kündigten an, sich für eine Erhöhung der Mittel und niedrigere Hürden für die Antragsstellung einzusetzen. 

Zurück zum Pressearchiv