Erdbeben der Magnitude 2,4 - Grüne fordern Ausstieg aus Öl- und Gasförderung Limburg: "Wir wollen die Umwelt- und Gesundheitsrisiken nicht länger hinnehmen. Der Ausstieg aus der Förderung muss jetzt eingeleitet werden."

Am frühen Donnerstagmorgen (17.12.) wurde in den Landkreisen Diepholz und Nienburg ein Erdbeben der Stärke 2,4 registriert. Epizentrum war das Erdgasfeld Staffhort im Landkreis Diepholz, wie das Landesbergamt bestätigte.

Der grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg stellt fest: „Das Erdbeben ist eine Folge der Erdgasförderung, die zu Druckveränderungen im Untergrund führt. Die Region ist von den Risiken der Förderung unmittelbar betroffen. In den letzten Jahren gibt es immer häufiger Beben in den Förderregionen.“

Die Grünen setzen sich im Landtag für einen Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung in Niedersachsen ein. Dazu Limburg: „Wir wollen die Umwelt- und Gesundheitsrisiken nicht länger hinnehmen. Der Ausstieg aus der Förderung muss jetzt eingeleitet werden. In einem ersten Schritt sind neuen Fördergenehmigungen zu verhindern, die Förderansprüche der Unternehmen über Jahrzehnte zementieren.“ Durch einen rechtzeitigen Ausstiegsbeschluss wollen die Grünen Schadenersatzforderungen durch die Industrie verhindern. Dazu Limburg: „Es darf nicht wieder Milliardenzahlungen auf Kosten der Steuerzahler geben, wie beim Kohle- und Atomausstieg.“

Fossile Rohstoffe im Boden zu lassen, ist für die Grünen auch ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz und Energiewende. Limburg kritisiert, dass CDU und SPD die Energiewende ausbremsen: „Das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird erneut verschleppt, anstatt endlich ambitionierte Ausbauziele für Wind und Sonne vorzugeben. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren, das muss auch die Große Koalition endlich einsehen.“

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