Abgestürztes Fass im Lager Leese - Grüne fordern Aufklärung Limburg: "Wir wollen wissen, was die Ursache des Absturzes war und welche Inhalte das verbeulte Fass enthält"

Ein Fass mit 200 Litern Atommüll ist im Lager Leese abgestürzt, darüber informierte das niedersächsische Umweltministerium Anfang Oktober. Die Grünen sind verärgert, dass es seither keine weiteren Informationen zu dem Unfall gibt und wollen nun für Aufklärung sorgen.Der grüne Landtagsabgeordnete Helge Limburg für die Region Nienburg und die grüne Atomexpertin Miriam Staudte haben einen ausführlichen Frage-Katalog an das Haus von Umweltminister Olaf Lies gerichtet. Dazu Limburg: „Der Unfall ereignete sich beim ersten Versuch, Fässer aus der vollgestopften Lagerhalle herauszuholen und abzutransportieren. Wir wollen wissen, was die Ursache des Absturzes war und welche Inhalte das verbeulte Fass enthält. Der Abtransport und die Neuverpackung der Fässer ist überfällig, aber bei jedem Arbeitsschritt muss die Sicherheit gewährleistet sein. Hier muss die Atomaufsicht nötigenfalls nachsteuern.“

Das Land hatte angekündigt, dass in der ersten Transport-Charge 60 Fässer aus Leese ausgelagert werden sollen. Nach Angaben des Umweltministeriums wurden jedoch lediglich 26 Fässer abtransportiert.  Dazu Miriam Staudte: „Musste die Auslagerung nach dem Unfall gestoppt werden? Hat der Fund von vier weiteren Blähfässer, die nicht transportfähig sind, die Planungen zunichtegemacht? Wir fordern eine transparente Information der Öffentlichkeit darüber, was derzeit im Lager Leese passiert.“

1.484 Alt-Fässer mit schwach- und mittelradioaktiven Abfällen aus der ehemaligen Landessammelstelle Steyerberg sollen im nordrhein-westfälischen Jülich nachkonditioniert und neu verpackt werden, sodass sie den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechen.

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