Praktikumsbericht Séan: "Den Höhepunkt der Arbeit einer Fraktion stellt sicherlich das Plenum dar"

Praktika sind für viele leider meist eher eine dröge Veranstaltung. Gerade wenn es sich um Pflichtpraktika handelt. Auch beim Jurastudium muss man drei Pflichtpraktika absolvieren. Dementsprechend kann diese Pflicht vereinzelt auch demotivierte Praktikant*innen zurücklassen. Außerdem werden vielerorts aufgrund der Masse an Jurastudierenden Gruppenpraktika angeboten. Als ich mich vor diesem Hintergrund aufmachte, meine letzte Praktikumsstation auszusuchen, war ich deswegen erfreut überhaupt eine Wahl zu haben. Ich fand heraus, dass es möglich ist, sein Verwaltungspraktikum auch bei einer Landtagsfraktion zu machen. Da ich bereits ein paar Menschen bei der Grünen Landtagsfraktion kannte, fiel es mir auch nicht schwer, mich dafür zu entscheiden. Nach einer sehr freundlichen Kontaktaufnahme mit Lilit passte glücklicherweise auch der Zeitraum und ich konnte ein paar Monate nach meiner Bewerbung loslegen.

Und wie - einmal angekommen wurden meine Co-Praktikantin Pauline und ich direkt mit in die „Lage“ genommen. Hier bespricht der Pressesprecher alle erwähnenswerten Nachrichten mit den anwesenden Abgeordneten und Mitarbeiter*innen. Danach gab uns Lilit eine Führung durch den Landtag inklusive Besichtigung des Plenarsaals und der Landtagsbibliothek.

In den darauffolgenden Wochen folgten Besuche bei der Landespressekonferenz, den Fraktionssitzungen, diversen Ausschüssen und einer Wahlparty (der Besuch war aber freiwillig).

Ein Praktikum kann aber natürlich nicht nur aus Besuchen und Feierlichkeiten bestehen. Und so verbrachten wir die meiste Zeit mit einfacher Arbeit an unseren Computern. Neben Recherche zu vielen rechtlichen Themen schrieben wir auch zwei kleine Anfragen und halfen dabei Briefe zu beantworten. Dabei war auch immer Zeit für das gelegentliche Pläuschchen in unserem Büro.

Den Höhepunkt der Arbeit einer Fraktion stellt sicherlich das Plenum dar. Während in den Büros die Liveschalte aus dem Plenum läuft, ist es zwar manchmal schwer sich noch auf seine Arbeiten zu konzentrieren. Dafür durften wir dann aber in der Loge im Landtag Platz nehmen. So konnten wir aus nächster Nähe das Spektakel verfolgen.

Nach 4 Wochen Praktikum kann ich also nur ein durchweg positives Fazit ziehen. Die Fraktion und ihre Mitarbeiter*innen waren an Freundlichkeit nicht zu überbieten. Die Arbeiten haben Spaß gemacht und waren auch anspruchsvoll. Ich kann mich nur bei allen für die tolle Zeit bedanken. Zu aller Erst bei Lilit und Helge. 

Seán, 25

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