Nienburger Abgeordnete von Bündnis 90/Die GRÜNEN unterstützen Proteste gegen Fracking Stop Fracking

Sie teilen ausdrücklich die vorgebrachten Sorgen der Bürgerinnen und Bürger sowie des Leeser Bürgermeisters Tonne bezüglich der genauen Örtlichkeit der Bohrstelle und sich möglicherweise ergebende Folgen für die Qualität und Gesundheit des Trinkwassers. In diesem Zusammenhang fordern die Abgeordneten auch eine grundlegende Reform des Bergrechtes. 

„Das Bergrecht in seiner derzeit gültigen Form ignoriert alle umwelt- und wasserrechtlichen Belange und ist nicht dazu geeignet, allein den äußerst sensiblen Bereich der Trinkwasserqualität befriedigend zu regeln“, sagte Limburg. Er verwies auf einen entsprechenden Entschließungsantrag der bündnisgrünen Landtagsfraktion aus dem September vergangenen Jahres, der jedoch bedauerlicherweise von den Regierungsfraktionen von CDU und FDP abgelehnt wurde. 

Katja Keul verwies auf die GRÜNE Forderung in Richtung Bundesregierung, generell ein zweijähriges Moratorium für die umstrittene Fördermethode "Fracking" umzusetzen. „Wenn Exxon die von ihm im Zuge der Förderung in den Boden verpressten Stoffe selbst als "Gift" bezeichnet, ist das schon ein alarmierendes Signal“, so Keul. Welche Folgen die Erdgasförderung mittels Fracking darüber hinaus für Anwohnerinnen und Anwohner möglicherweise haben könnte ließ das gestrige Erdbeben der Stärke 3,0 in der Lüneburger Heide erahnen. „Das hier ein Zusammenhang besteht wird von Experten nicht ausgeschlossen“, meinten die Abgeordneten.

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