Erste Untersuchungsergebnisse zeigen dringenden Handlungsbedarf Zwischenlager Leese: Falsch deklarierte Fässer

Im Zwischenlager Leese wurden bei Untersuchungen im Auftrag des Landesumweltministeriums falsch deklarierte Atommüllfässer entdeckt. In dem untersuchten Fass, das nach Inhaltsangabe mit Papier befüllt sein sollte, wurden widerrechtlich Blech- und Plastikbehälter mit Flüssigkeit entsorgt. Das Fass war von innen heraus angerostet.

Umweltminister Wenzel hat daraufhin einen 3-stufigen Handlungsplan vorgestellt, der ausgeweiter Inspektionen, ein Bergungskonzept und Musterlösungen für Problemfässer umfasst. Helge Limburg, grüner Landtagsabgeordneter aus Nienburg, unterstützt das Vorgehen des Ministers: „Die Untersuchungen der auffälligen Fässer im Lager Leese zeigen: Hier wurde jahrzehntelang Dreck unter den Teppich gekehrt. Ich bin sehr froh, dass Umweltminister Wenzel in Leese genau hinschaut und diese Sicherheitsrisiken systematisch aufarbeitet.“

Limburg fordert zudem: „Verantwortungslose Umgang mit Atommüll muss verfolgt werden. Diejenigen, die falsch deklarierte Abfälle an die Landessammelstelle abgegeben haben, müssen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.“

Das Umweltministerium hat zudem angekündigt, den Bau einer neuen Lagerhalle zu beschleunigen. Vor der Verlagerung in die neue Halle, soll jedes Fass überprüft und ggf. umverpackt werden. Dazu Limburg: „Das Land prüft, ob mit der Nachqualifizierung das radioaktive Inventar verringert werden kann. Die Lagersitution muss möglichst schnell verbessert werden, damit die Fässer jederzeit einsehbar und zugänglich sind. Bislang sind die Fässer so eng gestapelt, dass es schwierig ist, an auffällige Fässer aus dem mittleren oder hinteren Hallenbereich überhaupt ranzukommen“.

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