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Verfassungsschutz

In der vergangenen Wahlperiode hat die CDU-FDP-Landesregierung eine erhebliche Ausweitung der Befugnisse des Verfassungsschutzes beschlossen und mit dem anwachsenden internationalen Terrorismus begründet. Schon in der Opposition hat die Grüne Landtagsfraktion  sich entschieden gegen die Verschärfungen gewandt. Die Grünen haben vehement für einen radikalen Neustart des Verfassungsschutzes gestritten. Die alten „Schlapphüte“ und die Kriminalisierung von zivilgesellschaftlichem Protest gegen Atomtransporte oder gegen Rechtsextremismus und der neuen sozialen Bewegungen gehören der Vergangenheit an. In der Rot-grünen Koalition ist der Neustart begonnen worden. Es wurde eine Unabhängige Kommission eingerichtet, die Vorgaben für eine umfassende Reform erarbeitet hat. Zusätzlich wurde durch eine eingesetzte Task Force eine Überprüfung der Speicherung personenbezogener Daten durch den Niedersächsischen Verfassungsschutz  durchgeführt. Die Task Force hat eine Vielzahl von Speicherungen, etwa Daten von JournalistInnen, Minderjährigen oder auch Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten kritisiert und zur Löschung vorgeschlagen. Um zukünftig im Niedersächsischen Verfassungsschutzgesetz zu  klaren gesetzlichen und transparenten Vorgaben für Datenspeicherungen zu kommen, aber auch um die parlamentarische Kontrolle und die Transparenz insgesamt auszubauen, ist aktuell ein grundlegend neues Verfassungsschutzgesetz für Niedersachsen in der parlamentarischen Beratung. 

Im Jahr 2016 wird eine wissenschaftliche Dokumentationsstelle zu Analyse und Bewertung von Demokratiefeindlichkeit und politisch motivierter Gewaltbereitschaft in Niedersachsen eingerichtet, um Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit zu geben sich umfassend über Verwaltungsabläufe in der sehr komplexen Sicherheitsstruktur des Landes zu informieren. Die Dokumentationsstelle wird auch einen Beitrag zur Forschung auf dem Gebiet der Verfassungsfeindlichkeit liefern.

Mit dem Umbau des Verfassungsschutzes nehmen wir bundesweit eine Vorreiterrolle ein. Wir setzen mehr Transparenz, Dokumentationspflichten, eine Stärkung der Landesdatenschutzbeauftragten und bessere parlamentarische Kontrolle um .

Pressemeldung Nr. 179 vom

Niedersachsen wird Vorreiter bei Verfassungsschutzreform Limburg: Mehr Transparenz, mehr Kontrolle und Verantwortung

„Die rot-grünen Pläne zur Reform des Verfassungsschutzes sind bundesweit einzigartig in Sachen Transparenz und Beteiligung des Parlaments. Die Ausweitung der parlamentarischen Kontrolle muss das Parlament jetzt aktiv annehmen und gestalten. Eine weiterführende grundsätzliche bundesweite Debatte über Ziele und Aufgaben des Verfassungsschutzes muss aus unserer Sicht in eine Bundesratsinitiative münden,“ so Helge Limburg.

Pressemeldung Nr. 88 vom

Verfassungsschutzbericht 2013 Limburg: Gefahr von Rechts nicht unterschätzen

"Zunächst ist es erfreulich, dass das Personenpotenzial von Rechtsextremisten in Niedersachsen zurückgegangen ist. Wir dürfen die Gefahr von Rechts jedoch gerade in Hinblick auf die Europawahl nicht unterschätzen, bei der sich eine große Popularität der rechtsextremistischen Parteien abzeichnet."

Pressemeldung Nr. 82 vom

Verfassungsschutz Limburg: Massenhaft Grundrechtsverletzungen unter Schwarz-Gelb

„Die anstehende grundlegende Reform muss möglichst sicherstellen, dass der Verfassungsschutz zukünftig die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger respektiert und nicht mehr politisch instrumentalisiert werden kann“, so Helge Limburg.

Pressemeldung Nr. 70 vom

Verfassungsschutzreform Limburg: Strukturelle Probleme mutig anpacken

„Wir Abgeordnete sind in der Verantwortung die strukturellen Probleme beim Verfassungsschutz mutig anzupacken, anstatt nur an Symptomen herumzudoktern. Die Empfehlungen der Arbeitsgruppe bilden hierbei eine gute Grundlage.“

Pressemeldung Nr. 180 vom

Limburg: Opposition hat keine konstruktiven Vorschläge zur Verfassungsschutzreform vorgelegt

„Das Bestehen einer Expertenkommission verbietet Schwarz-Gelb nicht, jederzeit Reformvorschläge vorzulegen. Diese werden wir dann parlamentarisch breit diskutieren. Konstruktive Beiträge der Opposition liegen uns aber nicht vor.“